Grundausbau Zugfahrzeug
Trailbase Touring
Auch Trailbase Touring Reisen gestaltet sich angenehmer, wenn gewisse Anpassungen am Offroad-Fahrzeug vorgenommen werden. Denn gerade bei Tagestouren off-the-road muss nebst dem schweren Bergematerial sinnvollerweise auch einiges an Begleitmaterial mitgeführt werden.
Und das ist kein Klacks. Denn nebst Picknick-Ausrüstung sind natürlich Lebensmittel, Getränke unabdingbar. Ebenso sind eine etwas umfangreichere First-Aid Ausrüstung und ein wenig Werkzeug und Ersatzflüssigkeiten im Bordgepäck ist sicher ebenfalls sinnvoll. Und das Ganze ist dann auch noch so unterzubringen, dass es auch auf sehr ruppigen Passagen nicht im Fahrzeug umherfliegt.
Und nur schon aufgrund des Bergematerial, welches aufgrund des hohen Gewichts (oft deutlich über 100 KG) auf die Waage bringt, drängt eine spezielle Lösung für die Unterbringung fast auf.
Kombinierter Innenausbau
Material
- Siebdruckplatten 19mm
- Airlineschienen
- Schwerlastauszug (50KG Tragkraft)
- Passagierschutz-Gitter hinter Vordersitzen
Einteilung
- Unterflur
- schweres Basis-Bergematerial
- Werkzeug
- Pannen-Material (inkl. Überbrückungskabel), Triopan

- auf Plattenboden Heck
- Befestigungssystem Ersatzrad
- gesicherte Stellmöglichkeit für RAKO-Boxen
- Auszugboden 70 cm (50 Kg belastbar) für Kompressor-Kühlbox (40L)

- unter Plattenboden hinter Vordersitzen
- 12V / 120 Ah LiFePO4 Batterie für autarke Bordstromversorgung
- 12V auf 220V Wechselrichter (reine 50 Hz Sinus)
- mobiler Luftkompressor / Deflator für Reifen

Grund für die Platzierung des Reserverades: Kein Platz in der Heckmulde (Original nur Notrad, Offroad schlicht unbrauchbar!), auf dem Dach aufgrund Luftwiderstand keine Option.
Vermutlich fragst Du Dich jetzt, weshalb ich die Rücksitze nicht entfernt habe um mehr Platz / weniger Gewicht zu erhalten?!
--> Ganz einfach. Das liegt daran, dass sich die Querplatte hinter den Vordersitzen (auf den Rücksitzen) mit nur 4 Schrauben entfernen lässt und so die Rücksitzbank ohne weitere Anpassung sofort wieder nutzbar ist. Sowohl der Schwerlastauszug als auch das Ersatzrad können unverändert am Ort bleiben. Und die Batterie lässt sich ebenfalls mit einem Handgriff entfernen. Ausserdem dämmen die Rücksitze die Geräuschkulisse ziemlich wirkungsvoll.
Sicherheitshinweis: Die hintere und vordere Platte sind absichtlich in der Art übereinander leicht verschraubt, damit sich im Fall eines Heckcrashs das Konstrukt nicht in die Vordersitze bohrt, sondern die Heckplatte sich unter die vordere Platte schiebt. Das gibt etwas "Puffer"
Zusatzausrüstung
Der Grundausbau bildet die Basis für eine ganze Reihe von Ergänzungen, welche meinen Subie auch solo zu ausgedehnten, ganztägigen Expeditionen befähigen, wenn nötig bis weit in die Nacht hinein.
Dachträger - auch das noch??
Ein sehr wichtiger Punkt geht oft vergessen. Es ist darauf zu achten, möglichst wenig Material auf dem Dach zu transportieren, da Dachgepäck viel Luftwiderstand und Verwirbelungen erzeugt, was gerade auf langen Autobahnpassagen zu einem deutlichen Mehrverbrauch führt, und Motor und Getriebe in eine spürbar erhöhte Temperatur-Region bringt.
Deshalb packt man für längere Transfers von Basiscamp zu Basiscamp von Vorteil alles entweder in den Wohnwagen oder ins Innere des Zugfahrzeuges. Am Gesamtgewicht ändert sich dadurch ja nichts, aber am Luftwiderstand hingegen sehr!
Auf dem Basiscamp angelangt, kann man das für anstehende Offroad-Trails benötigte Material wenn nötig immer noch auf's Dach montieren.
Um das zu illustrieren habe ich untenstehende Berechnungen eingefügt. Wenn man nun betrachtet, welche Auswirkungen schon relativ geringe Steigungen auf die notwendige Leistung haben, ist es verständlich, dass auch unnötiger Luftwiderstand möglichst verhindert werden sollte.
Die Berechnungen basieren auf dem Subaru Forester SJ 2.0 (FB20) mit 2000 KG Gesamtgewicht (bei 20°C Aussentemperatur, Reifen Yokohama Geolandar AT G015) sowie meinem 1,5 T Wohnwagen Hobby 540 UL mit normaler LT Sommerbereifung- also mit einem zGG von 3,5 Tonnen.

Und praxisgerecht umgesetzt und mit verschiedenen zu überwindenden Steigungen und der maximal verfügbaren theoretischen Leistung in Kw des Zugfahrzeuges ergänzt:

Wer mehr zum Leistungsbedarf, den Auswirkungen von veränderten Bedingungen wie dem Austausch der leichten AT-Bereifung durch Offroad-Reifen (BF Goodrich All Terrain T/A K02) oder der Montage von Dachträger mit Ladung erfahren möchte, kann meinen entsprechenden Flyer im Download-Bereich herunterladen (Registrierung nötig)